____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―
Hyperbolischer Fixpunkt
ββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββ
top
Ein hyperbolischer Fixpunkt ist ein Fixpunkt (auch Gleichgewichtspunkt genannt) eines dynamischen Systems mit bestimmten Eigenschaften. Im Gegensatz zu einem elliptischen Fixpunkt gibt es keine Zentrumsmannigfaltigkeiten, auf denen die Orbits genannten LΓΆsungskurven den Fixpunkt umkreisen, sondern instabile und stabile Mannigfaltigkeiten, auf denen die Orbits auf den Fixpunkt zulaufen (stabile Mannigfaltigkeit) oder sich von ihm entfernen (instabile Mannigfaltigkeiten). Die Klassifikation der Fixpunkte spielt eine Rolle in der qualitativen Diskussion der LΓΆsungen von Systemen gewΓΆhnlicher Differentialgleichungen (siehe den Artikel Autonome Differentialgleichung).
Der Name kommt daher, dass im Fall zweidimensionaler autonomer Differentialgleichungssysteme, die hΓ€ufig zur Beschreibung dynamischer Systeme benutzt werden, der Phasenfluss im typischen Fall eines Sattelpunktes Hyperbel-Γ€hnlich ist (siehe Abbildung). Die sich kreuzenden Geraden in der Abbildung (die Separatrix) sind hier die stabile Mannigfaltigkeit (die Gerade, bei der die Pfeile auf den Fixpunkt im Zentrum zulaufen) und die instabile Mannigfaltigkeit (Gerade, auf der die Pfeile vom Fixpunkt fort zeigen). Alternativ lΓ€sst sich das auch ΓΌber die Eigenwertstruktur der linearisierten Systeme um den Fixpunkt erklΓ€ren:
β’ Im Fall von autonomen Differentialgleichungssystemen betrachtet man die LΓΆsungkurven x β β ( t ) {\displaystyle {\vec {x}}(t)} der Differentialgleichung x β β t = F ( x β β ) {\displaystyle {\vec {x}}_{t}=F({\vec {x}})} , die einen Phasen-Fluss (ein Vektorfeld) definieren. Linearisiert man um einen Fixpunkt p {\displaystyle p} , fΓΌr den x β β t = F ( x β β ) = 0 {\displaystyle {\vec {x}}_{t}=F({\vec {x}})=0} ist, erhΓ€lt man eine lineare Abbildung u β β t = A u β β {\displaystyle {\vec {u}}_{t}=A{\vec {u}}} mit der Jacobimatrix (Matrix der partiellen Ableitungen) A {\displaystyle A} . Ein hyperbolischer Fixpunkt liegt vor, wenn keine von deren Eigenwerten den Realteil 0 hat. Dann lΓ€sst sich etwa fΓΌr zwei Dimensionen zeigen, dass entweder die beiden Eigenwerte reell sind und entgegengesetztes Vorzeichen habencite-ref-1[1] (man spricht dann auch von einem Sattelpunkt), oder beide gleiches Vorzeichen des Realteils haben (instabile Knoten (Quellen) bei positivem Vorzeichen und stabile Knoten (Senken) bei negativem Vorzeichen falls der ImaginΓ€rteil verschwindet und ansonsten stabile und instabile Foki, geometrisch Spiralen). Im hΓ€ufig betrachteten Fall konservativer Systeme hat man es bei hyperbolischen Fixpunkten in der Ebene nur mit Sattelpunkten zu tun. Es lΓ€sst sich unter allgemeinen Voraussetzungen zeigen, dass lokal eine stabile und/oder eine instabile Mannigfaltigkeit (beide invariant unter dem Fluss) des Fixpunkts existieren, die jeweils auch verschwinden kΓΆnnen oder von voller Dimension des zugrundeliegenden Raumes R n {\displaystyle \mathbb {R} ^{n}} wie bei Quellen und Senken sind (Stabiler-Mannigfaltigkeiten-Satz). Nach dem Satz von Hartman-Grobman ist das Verhalten um den hyperbolischen Fixpunkt beim linearisierten System topologisch Γ€hnlich (lokal topologisch konjugiert) dem des vollen, gegebenenfalls nichtlinearen Systems. Das drΓΌckt die strukturelle StabilitΓ€t des Verhaltens dynamischer Systeme um hyperbolische Fixpunkte aus (im Gegensatz elliptischen Fixpunkten).
β’ Man kann das dynamische System auch als diskretes dynamisches System von Abbildungen (Diffeomorphismen) auffassen: T : R n β β R n {\displaystyle T:\mathbb {R} ^{n}\to \mathbb {R} ^{n}} . Ein hyperbolischer Fixpunkt des Diffeomorphismus ist ein Fixpunkt p ( T k ( p ) = p {\displaystyle T^{k}(p)=p} ), an dem die Jacobi-Matrix D T ( p ) {\displaystyle DT(p)} keine Eigenwerte mit Betrag 1 hat (die also auf dem Einheitskreis liegen). Der Zusammenhang mit der Definition ΓΌber Vektorfelder ergibt sich daraus, dass bei Abbildungen der ΓΌber die Zeit integrierte Vektorfluss betrachtet wird, so dass den Eigenwerten von A {\displaystyle A} dort die Eigenwerte von e A {\displaystyle e^{A}} entsprechen: verschwindet der Realteil der Eigenwerte von A entspricht das fΓΌr e A {\displaystyle e^{A}} Modulus 1. Ein Beispiel fΓΌr eine Abbildung, die nur einen hyperbolischen Fixpunkt hat, ist Arnolds Katzenabbildung.
Bei elliptischen Fixpunkten verschwindet der Realteil der Eigenwerte, die dann rein imaginΓ€r sind (also Modulus 1 haben) und der Fluss um den Fixpunkt als Rotation beschrieben werden kann (mit einer Zentrums-Mannigfaltigkeit).
Hyperbolische Fixpunkte fΓΌhren hΓ€ufig zu chaotischer Bewegung (siehe Homokliner Orbit).
Contents
β’ Beispiel
β’ Weblinks
β’ Einzelnachweise
ββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββ
Beispiel
Das nichtlineare zweidimensionale System gewΓΆhnlicher autonomer Differentialgleichungen
d x d t = y , {\displaystyle {\frac {\mathrm {d} x}{\mathrm {d} t}}=y,}
d y d t = β β x β β x 3 β β Ξ± Ξ± y , Ξ± Ξ± β β 0 {\displaystyle {\frac {\mathrm {d} y}{\mathrm {d} t}}=-x-x^{3}-\alpha y,~\alpha \neq 0}
hat den einzigen Fixpunkt ( x , y ) = ( 0 , 0 ) {\displaystyle (x,y)=(0,0)} . Linearisierung um den Fixpunkt ergibt die Jacobimatrix
J ( 0 , 0 ) = ( 0 1 β β 1 β β Ξ± Ξ± ) {\displaystyle J(0,0)={\begin{pmatrix}0&1\\-1&-\alpha \end{pmatrix}}} .
mit den Eigenwerten β β Ξ± Ξ± Β± Β± Ξ± Ξ± 2 β β 4 2 {\displaystyle {\frac {-\alpha \pm {\sqrt {\alpha ^{2}-4}}}{2}}} . Diese haben fΓΌr Ξ± Ξ± β β 0 {\displaystyle \alpha \neq 0} alle nichtverschwindende Realteile und man hat es deshalb mit einem hyperbolischen Fixpunkt zu tun. Nach dem Satz von Grobman-Hartman verhΓ€lt sich das System auch im nichtlinearen Fall in der NΓ€he des Fixpunkts wie die linearisierte Form und das Verhalten ist Γ€hnlich wie in der ersten Abbildung oben.
Weblinks
β’ Eugene Izhikevich, Equilibrium, Scholarpedia
Einzelnachweise